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gift 02/2012
Offene Plattform Tanz Theater Performance Zu aktuellen Prozessen der Wiener Kulturpolitik

Derzeit werden in Wien viele, die darstellende Kunst betreffende, Weichen neu gestellt. Die Konzeptförderungen 2014-2017 sind ausgeschrieben, die
begutachtenden Jurymitglieder bestellt, eine Evaluierung der Konzeptförderungen ist in Gang.

Am 15. März kamen auf Einladung der IG Freie Theaterarbeit ca. 30 Theater-, Tanz- und Performance-Schaffende zu einem offenen Diskursformat zusammen, um sich über die aktuell in Wien laufenden Prozesse auszutauschen, auf der einen Seite, um Fragen, Kritik und Forderungen an die Wiener Stadtpolitik zu (re-)formulieren und aktualisieren, zum anderen, um sich über aktuelle Prozesse in der Szene und mögliche Visionen zu verständigen.
Ziemlich schnell stellte sich heraus, das die anberaumten drei Stunden viel zu kurz waren, um allen Themen genügend Raum zu geben – und dass auch der Selbstverständigungsprozess an sich Raum braucht. Inhaltlich konzentrierte sich das erste Treffen daher auf die laufende Evaluation. Hierzu wird kurzfristig gemeinsam ein Forderungspapier erstellt, das bei Erscheinen der vorliegenden gift sicher schon veröffentlicht ist. (Pressemitteilung zur aktuellen Evaluation der Wiener Theaterreform siehe: www.freietheater.at/?page=kult... )

Das wichtigste Ergebnis aber ist: es soll unbedingt weitere Treffen geben, und zwar im Rahmen einer autonomen offenen Plattform.
Der nächste Termin wird am 24. April von 11–16 Uhr stattfinden (Raum der IG Architektur, Gumpendorferstr. 63b, 1060 Wien). Dort wird es inhaltlich auf jeden Fall um eine Positionierung zum aktuellen Prozess der Konzeptförderung gehen.

Als Brennpunkte für das kommende Treffen kristallisierten sich heraus:

»» Stagnation des jährlichen Gesamtförderbetrags für Projektförderungen und Produktionsmittel im freien Bereich überhaupt. Die Projektförderung
beträgt – wie zu Beginn der Wiener Theaterreform – in Summe jährlich 2,5 Millionen Euro (Inflationssteigerungen gibt es in diesem Bereich nicht).

»» Zunehmende Ausklammerung von Theaterinstitutionen aus der Konzeptförderung und damit einhergehender Transparenzverlust in der Förderung Darstellender Kunst.

»» Diskussion und Umgang mit dem Leitbild zur Wiener Theaterreform()

Aber die Treffen sind thematisch offen und jeder/jede kann Anliegen und Themen einbringen. Außerdem geht es darum, gleichzeitig mit der inhaltlichen Diskussion auch die Kommunikation und Vernetzung der Szene in der Praxis neu zu begründen – und dabei Diversität von vornherein mit zu denken.

Die Plattform lädt interessierte freie Tanz- , Theater und Performanceschaffende herzlich ein, sich an dem Prozess zu beteiligen.

Weitere Initiativen
Im Mai (der Termin steht noch nicht fest) möchte Daniel Aschwanden einen ganztägigen Open Space in den neuen Kulturraum in Aspern initiieren – vernetzt mit der Plattform.
Und schließlich kündigte Christopher Widauer (Referent von Stadtrat Mailath Pokorny), der ebenso wie Daniela Birk (Referentin von Klaus
Werner-Lobo, Grüne) partiell das Treffen am 15. März besuchte, einen von der Stadt Wien für noch vor dem Sommer geplanten Open Space im Odeon an, bei dem unter anderem die Fördersäulen und die Beratungsinstanzen der Stadt Wien generell diskutiert werden sollten. ||


[1] www.wien.gv.at/kultur/abteilun...
theaterreform.pdf
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