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gift Februar/März 08
Darstellende Kunst für junges Publikum Das Segment darstellende Kunst für Kinder und Jugendliche muss (nicht nur) im Freien Bereich mit vielen strukturellen und auch finanziellen Defiziten zurechtkommen. Einleitend geht Barbara Stüwe-Eßl im Schwerpunkt dieser gift der Frage nach dem Verhältnis von politischem Wert und finanzieller Zuwendung von Kunst für junges Publikum nach. In der Szene gibt es aktuell einige Initiativen um neue AutorInnen für das Theater zu gewinnen − etwa schreibzeit, ein Gemeinschaftsprojekt von Buchklub, Dschungel Wien, Institut für Jugendliteratur und Kaiser Verlag, das Schreiben für junges Publikum durch professionelle und gezielte Begleitung bis zur Umsetzung von Texten für die Bühne (2007: live fast – die young von Susi Wirth) stärken will. Der Frage, wie die Texte von Volker Schmidt und Benedict Thill ins Theater kamen, gehen Sabine Kock und Clara Schuerle im Interview mit den beiden Autoren und der Regisseurin Corinne Eckenstein nach.

Theater für die Allerkleinsten ist in Österreich und Deutschland ein noch sehr junges Feld. Gabi dan Droste
schreibt über die Entwicklungsarbeit dieses Bereiches in Deutschland; Helga Gruber beschreibt den Zugang des Toihauses, das immerhin schon seit 5 Jahren Theater für die Kleinsten zusätzlich zur Theaterarbeit für erwachsenes Publikum produziert.

Über die Arbeit und Schwerpunkte des mittlerweile drei Jahre alten Dschungel Wien spricht Stephan Rabl im Interview mit Sabine Kock.

Das Engagement von KünstlerInnen der freien Szene, für Kinder als Publikum zu arbeiten, war immer schon sehr hoch. Das zeigt der Bericht von Johannes Rausch über das älteste Kindertheaterfestival Österreichs Luaga & Losna. Mittlerweile gibt es eine Reihe renommierter Festivals sowohl für Kinder als auch für Jugendliche wie etwa die im Februar und März stattfindenden Festivals spleen*graz und das Szene Bunte Wähne Tanzfestival – um hier nur die zeitlich nächstliegenden zu nennen.

Der gift-Schwerpunkt konzentriert sich darüber hinaus auch auf den Aspekt der Vermittlung. Bundesministerin Claudia Schmied hat durch die IFES im Juli 2007 ein Kulturmonitoring über die Einstellung der Bevölkerung zu Kunst und Kultur durchführen lassen. Ein klares Ergebnis dieser Studie besagt, dass 75 % der Bevölkerung Kunst- und Kulturvermittlung für Jugendliche für sehr wichtig halten. Im Auftrag der Ministerin entstand auch die Erhebung Vielfalt und Kooperation durch Educult; eine Zusammenfassung findet sich im Artikel Kulturelle Bildung – Kunst als Chance zur Kompetenzsteigerung. Am 18. Februar, um 17 Uhr, wird Michael Wimmer für Fragen und Auseinandersetzungen zum Thema in den Räumen der IGFT zur Verfügung stehen (siehe Seite 4).

Redaktionell interessierte uns der Ist-Zustand der Vermittlung des Bereiches darstellende Kunst. Gudrun Schweigkofler Wienerberger gibt Einblick in das Feld der Kulturvermittlung, Claudia Bühlmann beschreibt das Berufsbild und Berufsfeld der Theaterpädagogik und Johannes Rausch hält entschieden fest, dass sich das Kunstwerk selbst vermitteln muss. Weitere interessante und facettenreiche Beiträge über die Praxis der Vermittlungsarbeit machen den Begriff „Vermittlung“ und was darunter verstanden werden kann plastischer.
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