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Macht|Schule|Theater
Offener Brief an Ministerin Heinisch-Hosek, 24. Juli 2014
Offener Brief an die Bundesministerin für Bildung und Frauen Gabriele Heinisch-Hosek
IG Freie Theaterarbeit, 24. Juli 2014



Sehr geehrte Frau Ministerin Heinisch-Hosek!

Mit Besorgnis nehmen wir wahr, dass dieses Jahr bislang weder eine öffentliche Abschlussveranstaltung noch eine Neuausschreibung des Projektes Macht|Schule|Theater stattgefunden hat.

Das nach der erfolgreichen und von allen Seiten mit Begeisterung aufgenommenen Produktion Koma von Volker Schmidt und Georg Staudacher in Koproduktion mit dem Dschungel Wien im Gymnasium Rahlgasse Wien, ins Leben gerufene Projekt ermöglichte in den vergangenen Jahren in einem bemerkenswerten Umfang eine Zusammenarbeit von KünstlerInnen, Theaterhäusern und Schulen zu professionellen Bedingungen im Rahmen von jährlich insgesamt 400.000 Euro Projektgeldern, ausgeschüttet an jeweils 26 Projekte (Finanzierungsrahmen zuletzt für volle Produktion 25.000 Euro/kleinere Produktion 15.000 Euro, Arbeitsprozess 6.000 Euro).

Das Projekt hat bis jetzt einer beachtlichen Zahl von SchülerInnen, LehrerInnen und KünstlerInnen die einmalige Erfahrung der Teilhabe an einer gemeinsamen hochwertigen Kunstproduktion ermöglicht, darüber hinaus ungeahnte Vernetzungen geschaffen und damit nachhaltig zum Bildungsauftrag der Vermittlung von zeitgenössischer Kunst und Kultur in Österreich beigetragen.

Für KünstlerInnen hat es ein neues Tätigkeitsfeld zu professionellen Arbeitsbedingungen und neuartiger, nachhaltiger Zusammenarbeiten im Schulbereich für darstellende Kunst eröffnet.

Macht|Schule|Theater ist insgesamt ein von allen Seiten begrüßtes, nachhaltiges Best Practice Projekt mit Alleinstellungsmerkmal in Österreich.

Durch die neue Ressortaufteilung sind Kunst und Bildung in der aktuellen Regierung in getrennten Ressorts. Wir sind in großer Sorge, dass im Zuge dieser neuen Ressortaufteilung dieses einzigartige Projekt aus Gründen der Zuständigkeit, respektive Budgeträson, sterben gelassen wird – oder künftig nicht mehr im bisherigen Umfang professioneller Rahmenbedingungen stattfinden kann.

Viele der Beteiligten haben zur einzigartigen Qualität und Reichweite des Projekts öffentlich wie privat Stellung bezogen, es hat Beteiligte und Öffentlichkeit begeistert und ist durch seine flächendeckende Struktur in allen Bundesländern als einzigartige Initiative präsent.

Macht|Schule|Theater ist ein großartiges und im besten Sinn erprobtes Stück Zukunft des Bildungsauftrages in Österreich.

Mit der Bitte um Aufklärung zum Stand des Projekts appellieren wir im Namen aller von Macht|Schule|Theater Begeisterten dringend das Projekt fortzuführen zu den bestehenden professionellen Konditionen für die involvierten KünstlerInnen.

Für heute Sabine Kock
(Geschäftsführung IG FreieTheaterarbeit)

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